Für Popp war es seit langer Zeit der große Traum, bei diesem brutalen Rennen dabei zu sein. Der Schönauer wird versuchen, die unfassbare Distanz von 4835 Kilometern bei 30.000 Höhenmetern in maximal zwölf Tagen zu schaffen. Mehr als die Hälfte der Topsportler fallen statistisch aus. Zu dieser Quote möchte Rainer Popp nicht gehören und so gilt als oberste Prämisse „ankommen“.
Während viele seiner Kontrahenten wochenlang im warmen Süden trainieren, bereitet sich Popp mit eigener Taktik vor. Fast 1.800 Kilometer auf Langlaufski hat der Schönauer seit Mitte Dezember in den Beinen. Dazu strampelt er unzählige Kilometer auf dem Ergometer, dem Mountainbike und dem Rennrad.
Für Kopfschütteln sorgt bei vielen Freunden und Interessierten allerdings das besondere Hitzetraining des Routiniers. Um Temperaturen von bis zu 50 Grad auf dem Rad in der Mojave-Wüste und dem Death-Valley auszuhalten, trainiert der Ausdauerspezialist im „Alpenhotel Fischer“ in Berchtesgaden mit dem Rad in der Sauna. Auch auf die hohe Luftfeuchtigkeit im Mississippi-Becken sollte man unbedingt vorbereitet sein.
Während in der Wüste noch die Vertrocknung und ausgetrockneten Atemwege drohen, fangen sich viele Athleten in der für Europäer untypischen Höhe von 3.200 Meter eine Lungenentzündung ein. Das Race across America ist nicht umsonst die härteste Ausdauerprüfung der Welt.
Wir wünschen Rainer Popp für seine Vorbereitung weiterhin viel Erfolg!




