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Body-Scanning

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Erst vermessen, dann verbessern – erfahre, wie ein Body-Scanning-Vorgang funktioniert und wie die einzelnen Bike-Komponenten angepasst werden. Jetzt lesen!

Mit Body-Scanning zur verbesserten Fahrrad-Ergonomie

Was ist die perfekte Sitzposition für mich? Und welche Rahmengröße passt zu mir? Jeder Körper ist ein Unikat, und deshalb braucht dein Bike individuelle Einstellungen.

Damit dein Fahrrad optimal mit deinem Körperbau harmoniert, sind ergonomische Fahrradeinstellungen wie etwa Sattelergonomie und die Positionierung der Griffe ausschlaggebend. Ein effizientes Mittel ist das Body-Scanning-System.

Wie ein Body-Scanning-Vorgang funktioniert, welche Maße für die perfekte Ausrichtung erfasst werden und wo der 360-Grad-Bodyscanner bei SIMPLON im Einsatz ist, erfährst du im Magazin!

Was ist Body-Scanning?

Beim Body-Scanning handelt es sich um ein 3D-Körperanalysesystem. Mithilfe des 360-Grad-Systems können feinste Dysbalancen am Körper analysiert werden. Die Analyseergebnisse dienen als Basis für weitere Einstellungen Bike.

Entstanden ist das präzise Verfahren durch die Zusammenarbeit zwischen Orthopäden, Physiotherapeuten, Radfahrern und Ingenieuren.

Warum ist Body-Scanning sinnvoll?

Die Vorteile eines 3D Body-Scannings liegen klar auf der Hand: Dank der individuell auf den Körper abgestimmten Fahrradeinstellungen wie

  • der Höhe und Position des Sattels,
  • dem Abstand zwischen Sattel und Lenker,
  • dem Lenkerniveau,
  • der Rahmenhöhe
  • sowie der Kurbellänge

wird die Kraftübertragung verbessert, und gesundheitliche Risiken werden vermindert. 

Beim Fahrradsattel trägt eine konvexe Form zu einer besseren Ergonomie bei: Kompressionen im Gewebebereich unterhalb des Schambeinbogens können reduziert werden.

Die körpergerechte Einstellung des Lenkers beziehungsweise der Griffe wirkt sich positiv auf Hände und Finger aus. Vor allem wenn ein Karpaltunnelsyndrom vorliegt, sollte auf den Winkel zwischen Hand und Unterarm geachtet werden. Biker, die Probleme im Bereich der beiden kleinen Finger haben, können durch eine Anpassung der Griffgröße und -Form Verbesserungen erzielen.

Wie läuft ein Body-Scanning-Vorgang ab?

Im ersten Schritt wird die richtige Position eingenommen. Sobald der Scanning-Prozess beginnt, ist es wichtig, dass man still steht. Nur so ist eine präzise Messung ohne Verzerrungen möglich. 

Erfasst werden biometrische Daten wie beispielsweise die Funktionsgröße des Radfahrers, der letzte Halswirbel (C7 prominent), Beckenkammhöhe und weitere Positionen. Weiters werden auch Körperaspekte wie der Umfang und die Höhe der Taille, die Arm- und Innenbeinlänge wie auch die Handlänge und der Abstand zwischen den Sitzbeinhöckern gemessen. 

Letzterer ist neben der Rückenneigung ein entscheidender Faktor für die ideale Sattelergonomie. Durch das Body-Scanning gelingt eine exakte und fallspezifische Einstellung des Sattels. 

Gut zu wissen: Bei Schwangeren oder Personen mit einem Herzschrittmacher ist ein Body-Scanning ohne weiteres möglich.

Fahrradanpassungen nach dem Body-Scanning

Sind alle erforderlichen Werte erfasst, kann im nächsten Schritt das Fahrrad auf die individuellen Maße des Bikers eingestellt werden.

Anpassung der Sattelhöhe

Gestartet wird mit der Sattelhöhe. Mithilfe einer Einstelllehre wird der Abstand von der Mitte der Kurbelschraube bis zur oberen Kante des Sattels gemessen und entsprechend angepasst. 

Hinweis: Bei einem ergonomischen Stufensattel wird bis zur Oberkannte der Stufe gemessen.

Optimierung des Sattelversatzes

Danach ist der Sattelversatz oder auch die Sattelposition an der Reihe. Sie ist für ein gutes Tretgefühl und die Kraftübertragung zwischen Bike und Fahrer maßgeblich. Für die Einstellung wird der Abstand in vertikaler Richtung durch die Tretlagerachse bis zur Sattelnase des Bikes gemessen.

Wichtig: Bei der Ermittlung ist es wichtig, dass der Fuß richtig auf dem Pedal steht. Der Fußballen soll exakt über der Pedalachse positioniert werden. 

Passender Abstand zwischen Sattel und Lenker

Um den Abstand zwischen Sattel und Lenker optimal einzustellen, sind die Länge des Oberkörpers und die Sitzhaltung zu berücksichtigen. Gemessen wird der Abstand von der Sattelnase bis zur Position am Lenker – je nachdem, um welche Art von Bike es sich handelt. Beim Rennrad ist es die Griffposition des Lenkers, bei Mountainbikes mit geradem Lenker ist es die Position des Oberlenkers. Der ermittelte Wert bestimmt häufig die Länge des Fahrradrahmens.

Lenkerniveau verbessern

Durch die Relation zwischen Lenker und Sattel wird das Lenkerniveau bestimmt. Das Toleranzfeld ist in diesem Fall relativ groß. In der Theorie werden nämlich nur die drei Rückenpositionen komfortabel, moderat und sportlich abgefragt. Die Praxis zeigt jedoch, dass es noch zahlreiche Position dazwischen gibt. Auch hier erfolgt die Messung wieder mit der Einstelllehre.

Richtige Rahmenhöhe finden

Für die Rahmenhöhe sind drei Kontaktstellen (Lenker, Sattel und Pedale), an denen der Fahrer das Bike berührt, von zentraler Bedeutung. Bei Fahrrädern mit abfallendem Oberrohr und gefederten Sattelstützen ist beim Maß nehmen die Oberrohrlänge entscheidend. Durch die optimale Ausrichtung des Rahmens wird das ergonomische Wohlbefinden sichergestellt.

Ideale Kurbellänge wählen

Je länger die Kurbel, desto höher das Drehmoment – das wiederum auf die Innenlagerachse übertragen wird. Bei einem Sprung von 175 Millimetern auf 177,5 Millimeter erhöht sich in der Folge das Drehmoment um 1,5 Prozent. Doch auch wenn durch eine längere Kurbel der Wirkungsgrad prinzipiell verbessert wird, so sind in der Praxis noch die motorischen Fähigkeiten und die Beinlänge des Fahrers zu berücksichtigen. Beim Mountainbiken kommt die Bodenfreiheit als zusätzlicher Faktor hinzu.

In den einzelnen Fahrrad-Kategorien entsprechende Standardlängen für Kurbeln angeboten:

Mountainbikes: maximal 175 Millimeter
Trekking und City Bikes: maximal 170 Millimeter
Rennräder: zwischen 165 bis 180 Millimeter

Sitzhaltung anpassen

Die ideale Ergonomie ist für jeden Fahrer unterschiedlich und auch vom jeweiligen Fahrstil abhängig. Bewegt man sich per Fahrrad im städtischen Bereich, ist die Ergonomie auf komfortables Sitzen ausgerichtet. Schnelles Auf- und Absteigen bei Ampeln soll auf jeden Fall möglich sein. 

Beim Rennradfahren liegt der Fokus auf einer aerodynamischen Sitzposition, wobei eine hohe Trittfrequenz und ein optimales Kraft-Leistungsverhältnis gegeben sein müssen.

Das 3D 360 Body-Scanning-System bei SIMPLON

Bei SIMPLON setzt man auf den 3D 360 Body-Scanning System, um maximales Fahrvergnügen zu erreichen. Die Body-Scanning-Möglichkeit gibt’s im Experience Center in Hard, im Experience Center Mallorca und im Testcenter Hoogerheide, außerdem bei ausgewählten SIMPLON Händlern. In der Übersicht auf unserer Website findest du alle Händler, die bereits die Body-Scanning-Möglichkeit anbieten. 


Mit acht Kameras werden innerhalb von 3.700 Millisekunden etwa drei Millionen Messpunkte des Körpers analysiert. Basierend darauf wird ein detailliertes 3D-Modell des Fahrers erstellt. Mit den Erkenntnissen daraus wird schließlich das gewünschte Bike individuell konfiguriert. Die Feinabstimmungen werden nach der ersten Testfahrt vorgenommen. 

Du spielst ebenfalls mit dem Gedanken, dir ein SIMPLON-Bike zu kaufen oder möchtest deine Fahrergonomie mithilfe eines Body-Scannings verbessern? Die SIMPLON-Experten unterstützen dich gerne dabei!

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