What we did last weekend: von Wien zum Großglockner

|Simplon Riders

450 Kilometer und 9.000 Höhenmeter – Michael Strasser geht mit Freunden einen ungewöhnlichen Weg. Erfahre mehr über die Weekend-Challenge Wien-Großglockner!

4 Freunde, 3 Tage, 2 Sportarten, ein gemeinsames Ziel: vom Stephansplatz auf den Großglockner

Wien: eine Weltstadt mit rund 1,9 Millionen Einwohnern, auf einer Seehöhe von 171 Metern (gemessen auf dem Stephansplatz) und mit einer Durchschnittstemperatur im Juni zwischen 16 und 25 Grad. Großglockner: mit 3.798 Metern der höchste Berg Österreichs. Dort hat es durchschnittlich zwischen 1 (Max.) und –5 (Min.) Grad. 

Ok, good to know … und weiter? Die Orte bezeichnen den Start- und den Zielpunkt des sportlichen Trips von Extremsportler Michael Strasser, seiner Freundin Kerstin Quirchmayr und dem befreundeten Pärchen Kathi und Chris. Unter dem Motto „Gemeinsam sind wir stark!“ bestreiten die vier den Weg von Wien zum Glockner auf Rennrädern und Skiern – und das an nur einem Wochenende …

What we did last weekend …

450 Kilometer und knapp 9.000 Höhenmeter liegen zwischen dem Stephansplatz in Wien und dem Gipfel des Großglockners. Während im Juni in der Großstadt der Frühsommer lacht, liegt am höchsten Berg Österreichs ausreichend Schnee für eine Skitour. Perfekte Bedingungen also für die Challenge!
Los geht’s auf dem Rennrad. Die Route verläuft am Tag 1 von Wien über das Murtal runter bis nach Murau und Tamsweg. Am Tag 2 nehmen die vier Freunde auf ihren Simplon Bikes den steilen Anstieg des Katschbergs in Angriff. Beim Lucknerhaus in Kals am Großglockner endet der Asphalt. Auf den Gravel-tauglichen Kiaro-Disc-Rennrädern geht es schließlich weiter bis zur Lucknerhütte auf 2240 Höhenmetern. 

Hier heißt es absatteln und anschnallen. Denn die letzten 1.900 Höhenmeter zum Gipfelkreuz bezwingen die vier Abenteurer auf Tourenskiern.

Fragen und Antworten zum Weekend-Trip

Welche Route habt ihr genau genommen?

Beim Wochenend-Trip war es uns wichtig, nicht unbedingt die schnellste, sondern die schönste Route zu nehmen. Startpunkt war der Stephansplatz in Wien. Um 6:00 Uhr morgens ging es los. Die ersten Kilometer durch Wien waren zwar nicht unbedingt charmant, dafür war aber in aller Früh kaum Verkehr auf den Straßen. 

Über den Semmering ging es das Murtal runter bis nach Murau. Dort nahmen wir die Strecke bis nach Tamsweg. Insgesamt fuhren wir am ersten Tag 293 Kilometer mit 2600 Höhenmetern.

Der zweite Tag war mit 170 Kilometern und 2600 Höhenmetern hingegen fast schon "kurz". Der Weg führte uns über den steilen Anstieg des Katschbergs (die Nordrampe hat 5,5 Kilometer Länge und bis zu 18 % Steigung) über Lienz bis zum Lucknerhaus auf 1920 Metern Höhe. Auf unseren Kiaros ging es schließlich weiter bis zur Lucknerhütte auf 2240 Metern. An Tag drei ging es schließlich auf unseren Skiern rauf zum Gipfel. 
 

Was waren die größten Herausforderungen am Weg für euch?

Michael Strasser: Wir waren ja zu viert unterwegs, zwei befreundete Pärchen, sozusagen. Kathi und Kerstin sind auch auf längeren Strecken schon recht erfahren. Für Chris war es schon mehr ein Sprung ins kalte Wasser. Er fährt nur sporadisch Rennrad und war noch nie so lange am Rad unterwegs. 

Eine weitere Challenge bestand darin, zügig, aber nicht zu schnell zu fahren. Und wer knappe 300 Kilometer am Tag schaffen möchte, muss schauen, dass die Verpflegung nicht zu kurz kommt. Wenn man richtigen Hunger bekommt, ist es schon viel zu spät ... Man muss essen und trinken, lange bevor Hunger und Durst sich bemerkbar machen.

Was war herausfordernder: Radfahren oder Skibergsteigen? 

Michael Strasser: Eigentlich das Skibergsteigen. Wir waren alle schon recht müde, und dann kommt noch die Höhe dazu. Auf 3800 Metern Seehöhe merkt man schon, dass alles nicht mehr ganz so einfach läuft. 

Für mich war diese Aktion einfach eine wunderbare Möglichkeit, mich für eine Gruppe einzusetzen. Es ging nicht darum, dass nur ich alleine möglichst zügig vorankomme, sondern dass wir als Gruppe gemeinsam weiterkommen. 
Am Rad habe ich Windschatten und motivierende Worte gespendet. Am Berg ist es ohnehin klar, dass die sehr Erfahrenen die weniger Erfahrenen unterstützen. 

Warum dieser Trip?

Michael Strasser: Für mich sind die Werte, die man nicht mit Geld kaufen kann, die wichtigsten. Wenn man sich so eine Challenge auferlegt und sie dann schafft, darf man den Erfolg mit Stolz tragen. Für mich sind solche ideellen Werte viel höher anzusehen als alles Materielle.

Für mich sind Werte, die man nicht mit Geld kaufen kann, die wichtigsten.
-Michael Strasser-

Aufbruch zu gemeinsamen Abenteuern

Während Kerstin ihren Freund Michael Strasser beim Weltrekord ICE2ICE 85 Tage lang vom Auto aus rund um die Uhr unterstützte, steht 2019 ganz im Zeichen gemeinsamer Aktivitäten. So entstand die Idee der Weekend-Challenge von Wien zum Großglockner.

Vier Freunde haben diese Herausforderung, per Muskelkraft von Wien auf den Großglockner zu gelangen, bestritten. Sie haben einander geholfen, Mut gemacht und angefeuert, wenn die Kräfte zu schwinden drohten.

Es geht darum, dass wir es gemeinsam schaffen. Dass wir gemeinsam wegfahren, gemeinsam am Gipfel stehen und wieder gesund unten ankommen. So eine Erfahrung, die schweißt zusammen.
-Michael Strasser-

Im spannenden Video zur Weekend-Challenge erfahrt ihr alles über den gemeinsamen Trip der vier Freunde …

Michael Strassers Weltrekord ICE2ICE

Mit ICE2ICE 2018 gelingt dem Extremsportler Michael Strasser sein bisher größter Coup: In weniger als 100 Tagen fährt er mit seinem Simplon Pride von Alaska nach Patagonien. 22.624 Kilometer und 169.738 Höhenmeter stehen zwischen Start und Ziel. Die Fahrrad-Solo-Kontinentaldurchquerung ist ein voller Erfolg und steht nun im Guinness-Buch der Rekorde!

Du möchtest mehr über Michael Strasser erfahren? Alles über ihn und seinen Weltrekord ICE2ICE findest du im Blogbeitrag .

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